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26.08.2013

U16A: 3. Rang am EBL-Cup

GC U16 A – EBL-Cup 2013 – 24./25. August – Biglen

1. Spiel GC – Wildcats Schiers: 6:7

Die erste Partie des EBL-Cup, der erste Ernstkampf der neuen Saison für die U16A, begann fast optimal. Die ersten fünf Minuten liefen genau nach Plan, das Forechecking funktionierte, der Gegner hatte Mühe ins Spiel zu kommen und die 2:0 Führung war die logische Konsequenz. Dass es nicht einfach so weiter gehen würde, war natürlich zu erwarten und so kam Schiers, je länger das Drittel dauerte, immer besser ins Spiel und realisierte bis zur ersten Pause den 2:2 Ausgleich. Probleme bekundete GC vor allem im eigenen Slot und bei Kontern.

Der Start ins zweite Drittel verlief dann ähnlich, die ersten Minuten waren konzentriert, die Spieler zeigten sich präsent und die 3:2 Führung resultierte daraus. Den Faden vorübergehend komplett verloren hat die Mannschaft während einer Powerplay-Phase, die statt zum 4:2 zum 3:4 führte. Die Bündner hatten nun Oberwasser und die GC-Junioren bekundeten immer mehr Mühe die eigene Defensivzone zu beherrschen. Die Wende kam erst im letzten Drittel, als innerhalb von knapp zwei Minuten die Treffer zum 4:6 und 5:6-Anschluss fielen. Plötzlich stimmte der Fokus wieder, es war Tempo im Spiel und Schiers reagierte mit einem Timeout. Einem folgenschweren. Kaum war nach dem 5. Zürcher Treffer angespielt, fiel das 7:5. Diesmal liessen sich die GC-Jungs aber nicht mehr verunsichern und powerten ungebremst weiter. Schiers stand tief, machte die Räume eng und versuchte das Resultat über die Runde zu bringen. Eine Folge des grossen Drucks war schliesslich eine 2-Minuten-Strafe gegen die Wildcats, und diesmal dauerte es nur etwa 30 Sekunden bis zum Anschlusstreffer. Jetzt mit aggressivem Pressing, agierte GC weiter druckvoll. Mit vereinten Kräften schaffte es Schiers aber am Ende doch, den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten.

Fazit des ersten Spiels: Der eigene Slot muss unter Kontrolle gebracht werden, in der Offensive braucht es mehr Laufarbeit, und der Ball muss schneller laufen.

 

2. Spiel GC – Thun: 5:3

Wollte GC nicht schon früh die Chance auf die Finalspiele vergeben, musste im zweiten Spiel ein Sieg her. Entsprechend konzentriert stiegen die Jungs in die Partie gegen Thun. Insbesondere die Center zeigten sich im Vergleich zum Startspiel deutlich verbessert und erzielten in der Mittelzone zahlreiche Ballgewinne. So kam GC immer wieder zu schnellen Gegenstössen und relativ einfachen Abschlüssen. Das zwischenzeitliche 2:0 war eigentlich eine zu geringe Ausbeute aus der Überlegenheit der ersten zehn Minuten. Prompt gelang Thun noch vor der Pause der Anschlusstreffer. Die Hoppers liessen sich davon nicht aus dem Konzept bringen und reagierten im Mittelabschnitt mit dem 3:1. Gegen Ende des Drittels verstärkte Thun seine Bemühungen und überzeugte in der Folge mit grossem Kämpferherz und starker Laufbereitschaft.

Das Bild der letzten Minuten im zweiten änderte sich im dritten Drittel vorerst nicht. Thun kauft GC den Schneid ab und erzielt bis zur 9. Minute des Schlussabschnitts das 3:3. Die GC-Trainer sahen sich gezwungen mit dem Timeout zu reagieren. In der Folge fingen sich die jungen Zürcher und kämpften sich Pass für Pass, Zweikampf für Zweikampf zurück in die Partie. Und die Steigerung wurde belohnt. In den Schlussminuten erzielte GC zuerst den 4:3 Führungstreffer mittels Weitschuss, und schliesslich auch noch das 5:3 ins leere Tor. Damit haben es die Hoppers in der letzten Partie gegen die Tigers Langnau selbst in der Hand den Halbfinaleinzug sicher zu stellen. Dafür braucht es aber einen Sieg gegen das Heimteam.

Fazit nach Partie 2: Deutlich konzentrierter zu Beginn, den schon fast üblichen Durchhänger um Spielmitte und die Steigerung im Schlussabschnitt kennt man inzwischen. Insgesamt war es ein beherzter Auftritt, das grösste Steigerungspotenzial liegt weiterhin in der Konstanz.

 

3. Spiel GC – Tigers: 3:2

Das Highlight des ersten Turniertages, nicht nur weil es gegen den Gastgeber Langnau ging, was in den vergangenen Jahren stets spannende, intensive Partien waren. Das Highlight war der Match in erster Linie wegen der gezeigten Leistung der Hoppers. Hochkonzentriert stiegen die Jungs in die Partie, Ball und Gegner wurden oft laufen gelassen. Auf der Gegenseite versuchten auch die Langnauer mit schnellem Passspiel in die gefährlichen Abschlusszonen zu kommen. So konnten sich auf beiden Seiten die Torhüter ein ums andere Mal auszeichnen. Insgesamt hinterliess GC aber doch den sattelfesteren Eindruck und eine zwischenzeitliche 2:0 Führung war sicher verdient. Ebenso verdient war der Anschlusstreffer der Tigers, die nach einem Konter am schnellsten auf den Rebound reagierten und den Ball versenkten. Die bisher übliche Baisse im Spiel der Grasshoppers sollte sich aber heute Abend nicht einstellen. Konzentriert spielte das Team sein Spiel weiter, kam immer wieder gefährlich vor das Tigers-Tor und baute die Führung verdientermassen auf 3:1 aus. Und auch als die Tigers in den letzten 10 Minuten das Tempo zu steigern versuchten und mehr Druck auf die Hoppers machten, brachte das die Spieler ebenso wenig aus der Ruhe wie der Anschlusstreffer. Einfach und schnell wurde der Ball in die Tiefe gespielt und der 3:2 Sieg letztendlich souverän eingefahren. Damit war die Halbfinalqualifikation geschafft, wo am Sonntagmorgen Floorball Köniz, ein weiterer langjähriger Gegner, warten würde.

Das Fazit des dritten Spiels kann fast durchwegs positiv gezogen werden. Von Anfang bis Ende agierte das GC-Team konzentriert, leistete sich keine Aussetzer, liess sich nie aus der Ruhe bringen und spielte auf technisch ansprechend hohem Niveau durch. Einziges Manko war die Effizienz im Abschluss. Mit präziseren Abschlüssen und einigen besseren Entscheidungen wäre durchaus ein klarer Sieg möglich gewesen.

 

4. Spiel GC – Köniz: 2:6 (Halbfinal)

Am Sonntagmorgen wartete im Halbfinale der Gruppensieger Floorball Köniz. Es durfte ein ähnliches Spiel wie gegen Langnau erwartet werden, technisch hochstehend mit viel Tempo und Laufarbeit. GC wollte dem Gegner gleich von Beginn weg den Tarif bekannt geben und startete mit allen drei Linien mit einem aggressiven Pressing. Was etwa fünf Minuten sehr gut klappte, endete aber schliesslich statt mit dem Führungstreffer für GC mit dem 1:0 für die Berner. Die Reaktion folgte aber auf den Fuss und etwa 10 Sekunden später stand es bereits 1:1. Mit diesem Spielstand ging es ins zweite Drittel – man kann es leider auch das GC-Negativ-Drittel nennen. Denn nun brauchte es bloss zwei Treffer der Könizer, um die Zürcher komplett aus der Bahn zu werfen. Bis auf 5:1 zog Köniz davon und liess sich dabei auch vom Timeout der Zürcher nicht aus dem Rhythmus bringen.

Im Schlussabschnitt konzentrierten die Zürcher ihre Kräfte in zwei Linien, erhöhten das Tempo markant und setzten die Könizer immer stärker unter Druck. Nun war die Partie wieder ausgeglichen und der zweite Zürcher Treffer verlieh der Mannschaft weiter Auftrieb. Aus allen Positionen suchte GC nun die Abschlüsse, ohne aber die Arbeit im gegnerischen Slot konsequent genug zu machen. So wurde vor allem der Könizer Goalie fürs Finale warm geschossen. Dazu kam auch noch Unglück und Unvermögen – wenn man das leere Tor nicht trifft, wird es dann irgendwann eng. So führte auch das Spiel  mit 6:5 Feldspielern nicht mehr zu weiteren GC-Toren, und der Könizer 6:2 Sieg ging auch in dieser Höhe durchaus in Ordnung.

Fazit des Halbfinals: Es braucht über die volle Distanz eine konzentrierte, kompakte Mannschaftsleistung, denn Durchhänger werden bestraft. Spielt die Mannschaft aber auf der Höhe ihrer Möglichkeiten, kann sie gegen jeden Gegner bestehen.

 

5. Spiel GC – Schiers: 3:2 (Kleiner Final)

Im kleinen Final merkte man schnell, dass beide Teams schon vier Matches in den Beinen hatten. War die Auftaktpartie am Samstagmittag noch von viel Kampf und Laufarbeit geprägt, versuchten nun beide Teams haushälterisch mit ihren Kräften umzugehen. Daraus resultierte ein wenig intensiver Match. GC führte die technisch etwas feinere Klinge, kam immer wieder zu schönen Ballstafetten und ging nicht unverdient in Führung. Dem Ausgleich liessen die Hoppers schon bald mittels Distanzschuss die erneute Führung folgen und gaben danach die Kontrolle über die Partie nie mehr aus der Hand. Mit steigender Müdigkeit liess zusehends auch die Präzision im Spiel nach, längere zusammenhängende Spielzüge wurden rarer, gelangen aber weiterhin auf Seiten von GC öfter als bei Schiers. Dass zum Schluss doch noch mal etwas Spannung aufkam, war dem konsequenten Nachsetzen der Bündner geschuldet, die auf 3:2 verkürzen konnten und in der letzten Minute mit sechstem Feldspieler doch noch den Ausgleich erzwingen wollten. Für mehr als zwei hektische Szenen vor dem Zürcher Tor reichte es jedoch nicht mehr, und so beendeten die Hoppers den EBL-Cup 2013 auf dem dritten Rang.

Fazit des Wochenendes: Fünf Partien, drei Siege, zwei Niederlagen, davon eine eng und hart umkämpft und eine doch sehr deutlich. Zu arbeiten gilt es weiterhin an den Entscheidungen, die wir auf dem Feld treffen und an der Konstanz über die gesamte Dauer eines Spiels.