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04.01.2020

NLA: Mit einem Sieg gegen Thun ins neue Jahr

Die Grasshoppers starten ohne Festtags-Speck und in bester Spiellaune ins Unihockeyjahr 2020. Sie besiegen den UHC Thun mit 7:1 und behaupten Ihre nach Verlustpunkten gemessene Leaderposition souverän.

Der NLA-Jahresauftakt in der Hardau fand vor einer ansehnlichen Zuschauerkulisse und bei guter Stimmung statt. Nach zwei Wochen Feiertagspause ging es für die Grasshoppers darum, möglichst nahtlos an die Leistungen im Dezember anzuknüpfen. Zudem sollte der aus dem Ruhestand reaktivierte Nico Berlinger etwas mehr Seniorität in die Defensive zurückbringen.

Gegen den als eher unbequemen Gegner bekannten UHC Thun übernahm GC von den ersten Minuten an das Zepter und spielte dynamisch in Richtung Tor der Berner Oberländer, vorerst ohne dabei zu zwingenden Chancen zu kommen. Dies galt auch für das erste Powerplay, welches die Hoppers in der 10. Minute zugesprochen erhielten und ohne Torerfolg verstreichen liessen. Thun konnte sich nur vereinzelt mit schnellen Vorstössen aus der Umklammerung der Zürcher lösen und gelangte erst in der 13. Minute zweimal in aussichtsreicher Position vor das Tor von Mathieu Unternährer, welcher Vortritt gegenüber Stammkraft Pascal Meier genoss. Im Gegenstoss lancierte der GC Keeper Cyrill Zolliker mit einem ideal getimten Auswurf, worauf dieser seine legendäre Geschwindigkeit mit einem Solo über das halbe Feld demonstrierte und den Ball irgendwie am Thuner Torhüter Sven Körner vorbeilotste. Auch nach der Führung blieb das Heimteam am Drücker, musste aber ab der 17. Minute in Unterzahl agieren. Wer auf ein Berner Powerplay hoffte, wurde enttäuscht, denn die Hoppers agierten auch zu viert erstaunlich offensiv. Tobias Heller, der nach langer Verletzungspause sein Comeback auf heimischem Parkett gab, interpretierte sein Boxplay auf eher untypische Art und Weise, in dem er sich vorwiegend vor der Box der Thuner positionierte. Prompt wurde er von Kollege Joël Rüegger mustergültig angespielt und versenkte den Ball souverän zum Pausenstand von 2:0.

In den ersten Minuten des zweiten Drittels verlief die Partie ausgeglichener und Mathieu Unternährer musste sich einige Male noch grösser machen, als er von Natur aus bereits ist, um den Anschlusstreffer der Gäste zu verhindern. Wie bereits zuvor geplant stellte GC Chefcoach Luan Misini ab Spielmitte seine Linien um, gönnte Fabrice Göldi und Unihockey Dinosaurier Michael Zürcher verdiente Ruhe und nahm die Youngsters Samuel Volkart, Silvan Maurer und Florian Wenk ins Spiel. Ab der 30. Minute sass je ein Spieler beider Mannschaften wegen Stockschlags auf der Strafbank. Luca Graf durfte etwas früher als sein Kontrahent ins Spielgeschehen zurückkehren. In der daraus resultierenden Überzahl bediente er Kay Bier, welcher mit einem seiner gefürchteten Slapshots zum 3:0 traf. Ab der 33. Minute kam es zu einer ähnlichen Situation. Je ein Spieler beider Teams verbüsste eine kleine Strafe, GC durfte zuerst wieder in Vollbestand agieren und Luca Graf verwertete nach einem Powerplay wie aus dem Lehrbuch den Pass von Daniel Johnson zum 4:0. Dies bewog die Thuner zum Bezug ihres Timeouts, allerdings ohne die gewünschte Wirkung. Denn die Hoppers erhöhten kurz darauf durch Cyrill Zolliker auf 5:0 und Joël Rüegger liess vor der Pause noch zweimal in kurzem Abstand die Pfosten des Thuner Gehäuses klimpern.

Im letzten Spielabschnitt behielten die Grasshoppers alles unter Kontrolle. Nur 7 Sekunden nach Wiederanpfiff verwertete Joël Rüegger den perfekten Pass von Christoph Meier zum 6:0. Ein weiteres GC Powerplay funktionierte zwar ansprechend, aber ohne zwingende Abschlüsse und Sven Körner parierte einen Scharfschuss von Tobias Heller mutig mit seiner Torhütermaske. In der 53. Minute durfte sich endlich wieder ein Thuner Protagonist im Rampenlicht präsentieren. Mobiliar Topscorer David Simek erhielt aufgrund eines Stossens einen Penalty zugesprochen, scheiterte aber an Mathieu Unternährer. In der 55. Minute konnten die Grasshoppers ein letztes Mal in Überzahl agieren, zogen ein überzeugendes Powerplay auf und nach einer schnellen Kombination traf Claudio Laely auf Zuspiel von Daniel Johnsson zum 7:0. In der 59. Minute kamen die Gäste durch David Simek noch zu ihrem Ehrentreffer. Der Mobiliar Topscorer der Thuner wurde dann auch zum Best Player seines Teams ausgezeichnet. Auf Seiten der Grasshoppers wurde Matthieu Unternährer verdient zum besten Spieler gekürt, nachdem er sein Tor bis zur zweitletzten Spielminute sauber gehalten hatte.

 

Grasshopper Club Zürich – UHC Thun 7:1 (2:0, 3:0, 2:1)
Sporthalle Hardau, Zürich. 586 Zuschauer. SR Schläpfer/Fässler.
Tore: 13. C. Zolliker (M. Unternährer) 1:0, 18. T. Heller (J. Rüegger) 2:0, 31. K. Bier (L. Graf) 3:0, 34. L. Graf (D. Johnsson) 4:0, 35. C. Zolliker (S. Laubscher) 5:0, 41. J. Rüegger (C. Meier) 6:0, 56. C. Laely (D. Johnsson) 7:0, 59. D. Simek (T. Baumann) 7:1.
Strafen: 3 mal 2 Minuten gegen Grasshopper Club Zürich, 5 mal 2 Minuten gegen UHC Thun.
Best Players: UHC Thun D. Simek, Grasshopper Club Zürich M. Unternährer.