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01.12.2019

NLA: Partie gegen Rychenberg bringt alles -ausser einem Sieg

Eventspiel in der Hardau: 900 Gäste in der Sporthalle Hardau verfolgen ein spannendes Zürcher Kantonalderby, welches für einmal erst im Penaltyschiessen enschieden wird. Der HC Rychenberg Winterthur behält die stärkeren Nerven und gewinnt die Partie mit 6:7.

Autor :  André Meier
Bilder:  Tobias Wagen (Bildergalerie)

Fondue, Pausenspiel und Autogramme...

Ein Besuch unserer Heimspiele lohnt sich immer. Die Eventspiele bieten aber ein paar Besonderheiten. So auch am Samstagabend am Kantonalderby gegen den HCR. Unser Catering erweiterte sein Angebot um Glühwein, Punsch und Fondue, in der Pause wurde ein Geschicklichkeitsbewettbewerb mit dem Unihockey-Nachwuchs durchgeführt, und als Höhepunkt stand nach der Partie die gesamte NLA-Mannschaft für Autogramme zur Verfügung. Die Einlaufkids des UHC Mutschellen brachten Farbe in die Reihen und die Fans beider Lager feuerten ihre Teams lautstark an. Die Kulisse hätte also besser nicht sein können.

Souveräne Grasshoppers im Startdrittel

Die beiden Teams begegneten sich von Anfang an auf Aufgenhöhe, wobei GC zu Beginn etwas mehr vom Spiel hatte und bereits in den ersten Minuten einige gefährliche Abschlüsse auf das HCR-Tor lancieren konnte. Als in der achten Minute HCR's Studer für einen Stockschlag zwei Minuten auf die Strafbank sitzen musste, konnte Daniel Johnsson mit einem satten Schuss das 1:0 erzielen. Paolo Riedi, welcher das Zuspiel zu diesem ersten Tor der Partie geliefert hatte, musste dann in der 11. Minute seinerseits eine Strafe absitzen, weil er den gegenerischen Stock blockiert hatte. Die Gäste benötigten in Überzahl gerade einmal 20 Sekunden, um die etwas irritierte GC Verteidigung zu überlisten und in der 12. Minute bereits wieder auszugleichen. Die Ordnung in der Zürcher Defensive war aber rasch wieder hergestellt, und in der 13. Minute gelang Jojo Rüegger das zweite GC Tor - der Assist hiess erneut Paolo Riedi. Wieder wirkte das Heimteam sicherer und konsequenter, und der dritte Treffer durch Daniel Johnsson in der 18. Minute ging damit in Ordnung. Eine weitere Strafe gegen die Gäste in der 18. Minute konnte GC erneut zum Score nutzen, Daniel Johnsson erhöhte zum 4:1 nach 20 Spielminuten.

Im Pauseninterview zeigte sich Winterthurs Pascal Kern grundsätzlich zufrieden mit der Leistung seines Teams, führte aber die drei-Tore-Differenz auf vereinzelte Unkonzentriertheiten zurück.

GC im zweiten Abschnitt wie verwandelt

Es war irgendwie sinnbildlich. Das zweite Winterthurer Tor wurde zwar Sämi Gutnknecht gutgeschrieben, es handelte sich aber um ein Eigentor aus einer unglücklichen Abwehrsituation des Heimteams. GC geriet in dieser Phase unter Druck, spielte viele blinde Pässe und konnte einige hochkarätige Chancen nicht verwerten. Es paste phasenweise nicht mehr viel zusammen, und die Souveränität aus dem ersten Drittel war verschwunden. So erzielten die Gäste nach und nach auch die Treffer 3 und 4, sodass die Partie nach 35 Minuten wieder ausgeglichen stand. Eine Strafe gegen Samuel Volkart in der 39. Minute konnten die Winterthurer gar noch zum 4:5 nutzen, der Rückstand nach dem zweiten Spielabschnitt war Realität.

Paolo Riedis Fazit in der zweiten Pause lautete dann auch: Einfacher spielen und weniger Fehler machen.

Ausgleich im dritten Spielabschnitt - ereignislose Verlängerung

Zwar erhöhten die Gäste in der 44. Minute noch zum 4:6, dann konnten aber Johnsson (52.) und Christoph Meier (57.) nachziehen und nochmals den Ausgleich herbeiführen. GC hatte davor über weite Teile nur noch mit zwei Linien gespielt und gegen Ende der regulären Spielzeit gar Keeper Meier kurzzeitig durch einen sechsten Feldspieler ersetzt. In der Verlängerung zeigte sich erneut ein sehr ausgeglichenes Spiel mit beidseitigen Chancen, ein Torerfolg blieb aber bis zum Ende der Verlängerung aus und das Penaltyschiessen wurde damit Tatsache.

Abgeklärtere Gäste

Die Bilanz im Penaltyschiessen ist eindeutig. Während bei den Gästen nur Pascal Kern an Keeper Meier scheiterte, waren es bei GC mit Johnsson, Rüegger und Graf gleich drei Spieler, die nicht reüssieren konnten. Folgerichtig gewann der HCR diese Partie etwas glücklich, aber nicht unverdient nach einem sehenswerten Spiel mit 6:7. Nach einem 7:6 zu Gunsten von GC im ersten Meisterschaftsspiel gegen den HCR und dem Cup-Achtelfinal, welcher mit einem Sieg des HCR in der Verlängerung endete, wird nun auch die dritte Begegnung nur sehr knapp entschieden. Mann des Abends bei GC war eindeutig Daniel Johnsson, der mit vier Torerfolgen zum Best Player ausgezeichnet wurde.

Herzlichen Dank

GC Unihockey bedankt sich bei allen Fans für Ihre Unterstützung in der Halle, insbesondere auch bei den Einlaufkids des UHC Mutschellen. Ein grosses Danke geht auch an das Cateringteam und alle Helferinnen und Helfer vor und hinter den Kulissen. Danke auch dem Team für die Autogrammstunde nach einer langen und anstrengenden Partie. Der Sieg hat zwar gefehlt, die Stimmung war aber wirklich toll.

Grasshopper Club Zürich - HC Rychenberg Winterthur 6:7 n.P. (4:1, 0:4, 2:1, 0:0)
Sporthalle Hardau, Zürich. 867 Zuschauer. SR Anderegg/Röder.
Tore: 8. D. Johnsson (P. Riedi) 1:0. 12. M. Schaub (N. Conrad) 1:1. 13. J. Rüegger (P. Riedi) 2:1. 18. D. Johnsson (M. Zürcher) 3:1. 19. D. Johnsson (C. Meier) 4:1. 21. S. Gutknecht (Eigentor) 4:2. 29. M. Krebs (N. Püntener) 4:3. 35. N. Conrad (T. Studer) 4:4. 39. P. Kern (T. Studer) 4:5. 44. M. Wöcke (H. Braillard) 4:6. 52. D. Johnsson (P. Riedi) 5:6. 57. C. Meier (C. Laely) 6:6.
Penaltyschiessen: M. Wöcke trifft 0:1. D. Johnsson verschiesst. T. Studer trifft 0:2. J. Rüegger verschiesst. N. Püntener trifft 0:3. P. Riedi trifft 1:3. P. Kern verschiesst. L. Graf verschiesst.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Grasshopper Club Zürich. 3mal 2 Minuten gegen HC Rychenberg Winterthur.