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10.03.2021

Spektakulärer Start in die Playoff-Viertelfinals gegen WaSa

Die Gäste aus der Ostschweiz dominieren die Partie während den ersten 32 Minuten, bevor GC Unihockey ins Spiel findet. Nach einer fulminanten Schlussphase gehört der Sieg dann aber den Gästen.

André Meier

Aufsässiges WaSa provoziert Fehler beim Heimteam

Eines ist klar. WaSa war perfekt auf diese Partie eingestellt. Die Ostschweizer störten mit einer schier unglaublichen Konsequenz den Spielaufbau der Zürcher bereits auf und hinter der Grundlinie und liessen dem Favoriten aus der Vorrunde praktisch keinen Raum, um Chancen zu erspielen. GC war irritiert und leistete sich viele Fehler, während die Gäste die Partie bestimmten und nach 10 Spielminuten absolut verdient mit 0:3 in Führung lagen. Eine erste nennenswerte Aktion von GC war ein Lattenschuss Göldis in der 14. Minute. Es war gefühlsmässig der erste strukturierte Spielaufbau und der erste ernsthafte Angriff der Zürcher, welchen Jojo Rüegger in der 19. Minute zum 1:3 nutzen konnte. Das klare Resultat nach dem ersten Spielabschnitt ging damit in Ordnung, zu konsequent, diszipliniert und engagiert agierten die Gegner - so einfach und direkt gestalteten sie ihre Spielweise.

Hebel in der Spielmitte umgedreht

WaSa powerte auch zu Beginn des Mittelabschnitts weiter und machte die Räume dicht. Eine kleine Unsicherheit der WaSa-Abwehr führte in der 24. Minute dazu, dass Riedi von hinter dem Tor zu Volkart in den Slot passen konnte, der dort völlig allein gelassen wurde und den Abschluss zum 2:3 realisieren konnte. Die Gäste powerten weiter und erhöhten in den folgenden Minuten bis zum 2:5, bevor GC in der 34. Minute ohne sichtbare Veränderungen in der Spielweise plötzlich Torchancen erarbeiten konnte. So trafen Steiger (34.), Göldi (36.) und Wenk (38.) innert weniger Minuten, und GC konnte dann auch noch eine Überzahl zum ersten Vorsprung dieser Partie nutzen - 6:5 nach dem zweiten Spielabschnitt.

Schlussdrittel beginnt mit Gegentreffer

Von Pritzbuer stellte gleich zu Beginn des Schlussabschnitts den Ausgleich wieder her, die Gäste hatten für das Schlussdrittel auf zwei Linien reduziert. Es folgte ein offener Schlagabtausch mit guten Chancen und sehr hohem Engagement auf beiden Seiten. Eine etwas zu ausgeprägtes Pressing von WaSa, bei welchem nur noch ein Spieler für die Verteidigung übrig blieb führte zum 7:6 durch Topscorer Rüegger. Nach einem Timeout der Ostschweizer in der 38. Minute nahmen diese Keeper Schmid aus dem Kasten und konnten 15 Sekunden später durch Saarinen erneut ausgleichen. Saarinens zweites Tor innerhalb von 90 Sekunden brachte dann erneut die Führung für die Gäste, und schliesslich traf  R. Chiplunkar noch das leere Tor zum 7:9 Schlussresultat. Ein hochverdienter Sieg, welchen sich die grün-weissen durch hohe Disziplin und einen unglaublichen Einsatz erarbeitet hatten. Der Einstieg in diese Playoff-Viertelfinalserie macht Lust auf mehr und hat gezeigt, dass sich der Sieger der Qualifikationsphase warm anziehen muss, um gegen den vermeintlichen "Underdog" WaSa bestehen zu können. To be continued!

Grasshopper Club Zürich - Waldkirch-St. Gallen 7:9 (1:3, 5:2, 1:4)
Sporthalle Hardau, Zürich. SR Schuler/Sprecher.
Tore: 4. Ra. Chiplunkar 0:1. 9. N. Conzett (R. Mittelholzer) 0:2. 10. M. Schiess 0:3. 19. J. Rüegger (T. Heller) 1:3. 24. S. Volkart (P. Riedi) 2:3. 26. N. Conzett (C. Eschbach) 2:4. 33. M. Schiess (N. Jordan) 2:5. 34. D. Steiger (S. Laubscher) 3:5. 36. F. Göldi (P. Riedi) 4:5. 38. F. Wenk (T. Heller) 5:5. 40. C. Laely (J. Rüegger) 6:5. 43. T. von Pritzbuer (Ra. Chiplunkar) 6:6. 54. J. Rüegger (T. Heller) 7:6. 58. S. Saarinen (M. Schiess) 7:7. 59. S. Saarinen (C. Eschbach) 7:8. 60. Ra. Chiplunkar (R. Schmied) 7:9.
Strafen: keine Strafen. 2mal 2 Minuten gegen Waldkirch-St. Gallen.
Best Player: Schmid, Riedi