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25.11.2017

NLA: Bittere Niederlage gegen den UHC Uster

In einem hart umkämpften Spiel verliert GC Unihockey erst in der Verlängerung gegen den UHC Uster. Das Pauseninterview mit dem Ersatzkeeper bringt die Situation gut auf den Punkt.

Autor: André Meier

Verhaltenes GC im Startdrittel

Es war ein zurückhaltender Start ins Spiel der Stadtzürcher. Das Spiel plätscherte zunächst vor sicher her und GC konnte in dieser Phase keinerlei Druck auf das Tor von Uster aufbauen. Folgerichtig waren es dann auch die Gäste, welche in der vierten Minute ein erstes Mal einen Torerfolg verbuchen konnten. Erst in der neunten Minute sahen die Zuschauer einen ersten gefährlichen Abschluss von Luca Graf. Ein schneller Konter von Uster landete dann in der elften Minute im GC Tor - das 0:2 ging in dieser Spielphase wohl in Ordnung. Zu viele Ungenauigkeiten und Unaufmerksamkeiten prägten das Spiel von GC. Eine Zweiminutenstrafe gegen Uster in der 13. Spielminute führte dann in der 15. Minute zum ersten Mal zu einem Torerfolg von GC: Luca Graf konnte ein sehenswertes Tor auf Zuspiel von Beni Reusser verbuchen. Das Spiel gewann in der Folge an Niveau und Tempo und GC konnte mehr Spielanteile gewinnen. 

Ausgeglichenes zweites Drittel

Kurz nach dem Wiederanpfiff schickte das Schiedsrichterduo Daniel Steiger wegen eines Stockschlags auf die Strafbank. GC spielte das Boxplay konzentriert und unser Keeper Pascal Meier konnte mit einem Big Save dazu beitragen, dass die Unterzahl ohne Gegentreffer überstanden werden konnte. In der 28. Minute lieferte Emil Julkunen einen punktgenauen Pass auf Daniel Steiger, der mit einem satten Schuss den Ausgleich zum 2:2 erzielen konnte. Eine erste Schrecksekunde in der 26. Minute: GC-Goalie Pascal Meier wurde von einem Stockschlag des Gegners getroffen und blieb am Boden liegen. Nach kurzer Pflege konnte der Nati-Keeper das Spiel dann aber doch fortsetzen. In der 37. Minute sanktionierten die Schiedsrichter einen Stockschlag von Roberto Vizzini in einem harten Entscheid mit Penalty und Zweiminutenstrafe. Diese Gelegenheit nutzte Anjo Urner eiskalt, sodass Uster wieder mit 2:3 in Führung gehen konnte. Die Oberländer zogen dann in der 39. Minute gleich noch einmal nach und erzielten das 2:4. Captain Luca Graf konnte auf Zuspiel von Jojo Rüegger dann kurz vor dem Pausenpfiff nochmals zum 3:4 anschliessen. Mit dem Pausenpfiff sprachen die Schiedsrichter dann erneut eine Zweiminutenstrafe gegen GC aus, sodass das Schlussdrittel nur mit vier Stadtzürcher Spielern beginnen konnte.

Pauseninterview bringt die Situation wohl auf den Punkt

Eigentlich war Nati-Keeper Meier für das Pauseninterview vorgesehen. Da sich dieser aber erneut an der Hand behandeln lassen musste, stand kurzerhand der Ersatzgoalie Mathieu Unternährer vor das Mikrophon. Seine Analyse scheint sinnbildlichen Charakter zu haben. Die länger andauernden Verletzungen einiger Schlüsselspieler hätten dazu geführt, dass das GC-Spiel umgebaut werden musste. Die neuen Vorgaben führten noch zu Unsicherheiten meinte Unternährer im Interview.

Erneut kein Happy End im Schlussdrittel

So startete GC nach der zweiten Pause also in Unterzahl. Erneut zeigten die Stadtzürcher ein ahnsenliches Boxplay, dennoch konnte Uster 13 Sekunden vor Ablauf der Strafe erneut zum 3:5 scoren. In den folgenden Minuten verpasste GC gleich zwei hundertprozentige Torchancen. Erst in der 47. Minute gelang Emil Julkunen in einer sehenswerten Kombination mit Zuspiel von Daniel Steiger das 4:5. GC konnte nun wieder mehr Druck aufbauen, und in der 54. Minute war es dann Beni Reusser auf Pass von Luca Graf, der den Ausgleich zum 5:5 erzielen konnte. Das Spiel wurde jetzt härter und emotionaler geführt. In der 58. Minute sanktionierten die Schiedsrichter ein Bodenspiel von Uster-Verteidiger Fabian Steiger mit einer Zweiminutenstrafe. GC benötigte nach dem Anpfiff nur gerade zwei Sekunden, bevor GC durch Emil Julkunen auf Pass von Beni Reusser zum ersten Mal in Führung gehen konnte. In der 59. Minute traf Daniel Steiger einmal nur den Pfosten, kurz danach ersetzte Uster nach einem Timeout seinen Goalie durch einen sechsten Feldspieler. 24 Sekunden vor Schluss konnte Pascal Meier die Führung von GC durch einen Big Save aufrechterhalten, sieben Sekunden vor Schluss fiel dann aber doch noch der Ausgleichstreffer. Die Verlängerung musste die Entscheidung bringen.

Erste Torchance in der Verlängerung entscheidet das Spiel

Es dauerte genau eine Minute und 21 Sekunden bis zur ersten gefährlichen Aktion in der Verlängerung. Sie gehörte dem UHC Uster und Oskar Hendriksson, welcher auf Assist von Mikulas Komarek zum 6:7 treffen und die Partie endgültig entscheiden konnte.

Das Pauseninterview als Schlussbemerkung

Es gab in diesem Spiel keinen zwingenden Sieger. GC zeigte aber immer wieder kleine Unsicherheiten, die wohl wesentlich dazu beigetragen haben, dass die Hoppers erneut ohne Punkte vom Platz mussten. Schade.

Grasshopper Club Zürich - UHC Uster 6:7 n.V. (1:2, 2:2, 3:2, 0:1)
Sporthalle Hardau, Zürich. 475 Zuschauer. SR Preisig/Schaffter.
Tore: 4. F. Nideröst (T. Aellig) 0:1. 11. M. Komarek (F. Steiger) 0:2. 15. L. Graf (B. Reusser) 1:2. 28. D. Steiger (E. Julkunen) 2:2. 37. A. Urner (Strafstoss) 2:3. 39. T. Aellig (R. Berweger) 2:4. 40. L. Graf (J. Rüegger) 3:4. 42. O. Henriksson (F. Bolliger) 3:5. 47. E. Julkunen (D. Steiger) 4:5. 54. B. Reusser (L. Graf) 5:5. 58. E. Julkunen (B. Reusser) 6:5. 60. M. Hummer (F. Bolliger) 6:6. 62. O. Henriksson (M. Komarek) 6:7.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Grasshopper Club Zürich. 2mal 2 Minuten gegen UHC Uster.