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03.03.2019

NLA: Glanzloser Sieg im ersten Playoff-Viertelfinalspiel

GC Unihockey gewinnt das erste Playoff-Viertelfinal mit 2:1. Die Entscheidung fällt 10 Sekunden vor Schluss durch ein  Eigentor der Winterthurer. Rund 900 Zuschauerinnen und Zuschauer bieten für das TV-Spiel eine farbenfrohe und laute Kulisse.

Autor: André Meier

Tolle, farbenfrohe Kulisse in der Hardau

Die rund 900 Zuschauer boten dem TV-Spiel einen würdigen Rahmen. 60 Einlaufkids durften an den Händen der Protagonisten in die Halle einlaufen, alles war bereit für ein Unihockey-Fest.

Engagierter, ausgeglichener Start ins Spiel

Beide Teams starteten mit viel Tempo in ein zunächst sehr flüssiges Spiel. Gleich von Beginn weg zeigten sich Torchancen auf beiden Seiten, von einer Favoritenrolle des Heimteams war wenig zu spüren. Nach genau 13 Minuten schickten die Schiedsrichter Winterthur's Marc Hauser wegen eines Stockschlags für zwei Minuten auf die Strafbank. GC baute in einem soliden Powerplay viel Druck auf, konnte aber dennoch keinen der Abschlüsse zum Torerfolg nutzen. Nach einem Ausball kurz vor Strafenende lösten die Winterthurer einen schnellen Angriff aus, überraschten die Zürcher Verteidigung und buchten das 1:0 - Yves Huser hatte ein Zuspiel von Sämi Gutknecht verwertet. GC lag - wieder einmal - zunächst im Rückstand. In der Folge hatten die Zürcher zwar mehr Spielanteile und erarbeiteten sich diverse gute Torchancen, blieben im Abschluss aber ineffizient und auch in der Verteidigung nicht in jedem Fall konsequent. So endete das erste Drittel mit einem 0:1.

Torloses Mitteldrittel

Die Startminuten im Mittelabschnitt lagen in der Hand der Zürcher. Gleich fünf gute Chancen innerhalb von vier Spielminuten konnte sich GC erarbeiten, wobei leider keiner der Abschlüsse von Erfolg gekrönt wurde. In der Folge nahmen die Spielanteile von GC ab und es kamen auffallend wenige Pässe in die Räume an, das Spiel wog ereignislos hin und her - eine gefällige, aber nicht sonderlich hochstehende Partie. In der 31. Minute entschieden die Schiedsrichter nach einem Foul von Moritz Schaub auf einen Strafstoss. Mobiliar Topscorer Jojo Rüegger nahm die Sache an die Hand, scheiterte aber an Keeper Gruber.

Im weiteren Verlauf des Drittels nahm dann auch die Intensität des Spiels deutlich ab, es plätscherte gefällig vor sich hin, zu verzeichnen wäre in diesem Spielabschnitt nur noch ein Pfostenschuss von Moritz Mock, zwei sekunden vor Drittelsende.

Ein Eigentor entscheidet die Partie

Der Anschlusstreffer erfolgte in der 41. Minute, Jojo Rüegger konnte einen Pass von Claudio Laely verwerten. Ansonsten änderte sich am Spielverlauf nicht viel, ausser, dass nach dem Ausgleich mitunter auch emotional geführte Zweikämpfe zu beobachten waren. Alle hatten sich bereits auf eine Verlängerung eingestellt, als 10 Sekunden vor Spielschluss ein Eigentor der Winterthurer die Entscheidung brachte. Denn auch das Timeout der Winterthurer konnte nichs mehr daran ändern, dass diese Partie nicht unverdient, aber bei weitem auch nicht zwingend zugunsten des favorisierten Heimteams entschieden wurde. Unnötig und unschön war dann noch ein Gerangel an der Bande, bei welchem Spieler beider Teams aneinander gerieten. Nachdem die Schlusssirene bereits ertönt war liess sich Moritz Mock zu einem heftigen Schubser provozieren. Die Schiedsrichter entschieden auf Tätlichkeit und sanktionierten den jungen Zürcher Spieler mit einer roten Karte.

Leistung von GC Unihockey noch klar unter den Erwartungen

Auch GC-Captain Luca Graf zeigte sich in der Spielanalyse noch unzufrieden. Um in den verbleibenden Playoffspielen die Oberhand zu behalten ist eine klare Leistungssteigerung unabdingbar.

Zum Interview mit beiden Captains geht es hier

Grasshopper Club Zürich - HC Rychenberg Winterthur 2:1 (0:1, 0:0, 2:0)
Sporthalle Hardau, Zürich. 867 Zuschauer. SR Bühler/Bühler.
Tore: 15. Y. Huser (S. Gutknecht) 0:1. 41. J. Rüegger (C. Laely) 1:1. 60. C. Laely (Eigentor) 2:1.
Strafen: keine Strafen. 1mal 2 Minuten gegen HC Rychenberg Winterthur.
Best Player: HCR: Gruber, GC: Chr. Meier