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28.02.2018

NLA: Sieg in Extremis im ersten Playoff-Viertelfinalspiel gegen Alligator Malans

Diese Playoff-Viertelfinalserie versprach von Anfang an grosse Spannung und so war es im heutigen, ersten Aufeinandertreffen auch. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit hart geführten Zweikämpfen, schnellen Vorstössen und dem Siegtreffer für die Hoppers fünf Sekunden vor Schluss.

Autor: Christoph Meier

 

Nach der enttäuschenden Niederlage vom Sonntag im Cupfinal gegen den SV Wiler-Ersigen, hiess es für das Team von Luan Misini abhaken und volle Konzentration auf die bevorstehende Playoff-Viertelfinalserie gegen den UHC Alligator Malans. Die beiden Teams kennen sich bestens, trafen sie in der letzten sowie aktuellen Saison insgesamt zehn Mal aufeinander. In der laufenden Meisterschaft konnten die Hoppers alle drei Spiele zu ihren Gunsten entscheiden, im letztjährigen Playoff-Halbfinal verlor GC jedoch alle Begegnungen mit einem Tor Differenz. Die Partien zwischen diesen beiden Rivalen sind jeweils hart umkämpft und extrem spannend, auch am heutigen Mittwochabend wurde den Zuschauern in der Sporthalle Hardau einiges geboten.

Die Hoppers versuchten konzentriert in diese Partie zu starten, um nicht wieder in den ersten Minuten in Rückstand zu geraten. Dies gelang den Zürchern, sie erarbeiteten sich Chancen und standen in der Defensive stabil. Die Bündner spielten jedoch ebenfalls souverän in der eigenen Zone und konnten den einen oder anderen gefährlichen Konter lancieren. Von Abtasten war zwischen den beiden Teams nichts zu sehen, die Stärken und Schwächen sind beiden mehr als bekannt. In der 11. Minute war es dann ein Vorstoss über die linke Seite von Reusser der den ersten Treffer der Partie einleitete - Julkunen scorte nach einem Querpass von Scalvinoni. Malans setzte nun häufiger zu ihrem gefürchteten Pressing an, so schlichen sich die ersten Fehler auf Seiten des Heimteams ein und die Gäste kamen häufiger zu gefährlichen Abschlüssen, scheiterten jedoch an der Torumrandung oder an Pascal Meier. Die weiteren Chancen der Grasshoppers im ersten Drittel waren zu wenig zwingend und so blieb es beim Zwischenstand von 1:0.

Der Start ins zweite Drittel begann für das Heimteam alles andere als optimal. Nachdem Nurmela auf Zuspiel von Friolet in der 24. Minute der Ausgleich erzielte war es in der 28. Minute Karlander, der auf Pass von Gartmann nachdoppelte. Die Treffer waren nahezu identisch – Flippass in den Slot, Direktabnahme, Tor. So hatten sich die Zürcher den Start ins zweite Drittel natürlich nicht vorgestellt und sie versuchten sofort das Score wieder auszugleichen. So war es Reusser, der nach einem erneuten Vorstoss über die linke Seite nur die Latte traf. GC hatte im Anschluss Glück, denn im Gegenzug wurde das Spiel etwas zu früh von den Schiedsrichtern unterbrochen und der Treffer zählte somit nicht. In der 32. Minute bot sich den Zürchern die Chance im Powerplay zum Ausgleich. Am Cupfinal funktionierte das Überzahlspiel sehr gut, heute passte jedoch nicht viel zusammen und es gab kaum einen gefährlichen Abschluss. Malans überstand diese 2-Minutenstrafe problemlos und kam in der 35. Minute zu einem Powerplay – Steiger musste auf der Strafbank platz nehmen. Die Hoppers spielten aggressiv in der Box und zwangen so die Bündner den Ball schnell laufen zu lassen. Dies gelang den Gästen und so war es D. Hartmann, der kurz vor Ablauf der Strafe volley zum 3:1 traf. Nur eine Minute später und etwas entgegen dem Spielverlauf, gelang Zürcher mit einem Sololauf über das ganze Feld der Anschlusstreffer zum 3:2. Die Schlussphase im zweiten Drittel wurde durch dieses Tor noch einmal hektisch, mit zahlreichen guten Möglichkeiten auf beiden Seiten, bei denen sich beide Torhüter durch ihre Paraden auszeichnen konnten.

Beide Teams starteten mit viel Tempo ins letzte Drittel. Die Hoppers spielten nun aggressiver und doppelten die Bündner an der Bande bei jeder Gelegenheit. So kam es, dass Pedolin nach einem gewonnen Zweikampf und einer schönen Einzelaktion nach 45 Minuten zum viel umjubelten Ausgleich traf. Die Partie war nun neu lanciert, es häuften sich Chancen auf beiden Seiten, das Spiel wurde zunehmend hektisch und die Emotionen kochten das ein oder andere mal etwas hoch – ein richtiges Playoff-Spiel! Nach einem Malanser-Konter gab es die zweite Strafe an diesem Abend gegen das Heimteam, wobei die Gäste zahlreiche Möglichkeiten zum erneuten Führungstreffer ausliessen. Beide Mannschaften agierten nun 10 Minuten vor Schluss nur noch mit 2 Linien und versuchten wieder etwas Ruhe ins Spiel zu bringen. Den Alligatoren gelang dies deutlich besser, sie liessen sich Zeit in der Auslösung und kamen mit schnellen Angriffen zu gefährlichen Abschlüssen. Bei den Hoppers schlichen sich im Aufbau in dieser Phase zu viele Fehler ein und so gingen zu viele Bälle verloren. Die guten Möglichkeiten kamen nun im Minutentakt und versprachen eine spannende Schlussphase. In der 51. Minute scheiterte Pedolin an Vogt, keine Minute später vergab Friolet eine Riesenmöglichkeit, und eine Zeigerumdrehung später rettete Steiger in Extremis. 3 Minuten vor Schluss zeichnete sich Meier erneut mit einem Riesensave aus und bewahrte sein Team abermals vor einem Gegentreffer. 5 Sekunden vor Schluss konnte Steiger nur noch mit einem Stockschlag gestoppt werden – Penalty. Rüegger erwischte Vogt zwischen den Beinen und brachte blau/weiss mit 4:3 in Führung. Malans nahm darauf sein Time-Out um die Niederlage noch abzuwenden – Zürcher gewann jedoch das Bully und so kam es zu keiner weiteren Chance. Wie angekündigt schenkten sich die beiden Mannschaften nichts und dies macht Lust auf mehr. GC hat die Möglichkeit am Samstag auswärts in Maienfeld nachzudoppeln.

Grasshopper Club Zürich – UHC Alligator Malans 4:3 (1:0, 1:3, 2:0)
Sporthalle Hardau, Zürich. 186 Zuschauer. SR Hürzeler / Peter.

Tore: 11. Julkunen (Scalvinoni) 1:0; 24. Nurmela (Friolet) 1:1, 28. Karlander (Gartmann) 1:2, 37. D. Hartmann (T. Braillard) 1:3 (Ausschluss Steiger), 38. Zürcher 2:3; 45. Pedolin 3:3, 60. Rüegger 4:3 (Penalty)

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Grasshopper Club Zürich. 1mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans.

Grasshopper Club Zürich: P. Meier, Unternährer; Graf (C), Müller, Göldi, Laely, Rüegger; Reusser, Honold, Steiger, Scalvinoni, Julkunen; Mock, Kaiser, Zürcher, Pedolin, Zolliker; Wenk, Berlinger.

UHC Alligator Malans: Vogt, C. Hartmann; Camenisch,
Veltšmíd, Nurmela, Nett, Friolet; Tromm (C), Berry, T. Braillard, Buchli, H. Braillard; Gartmann, Obrecht, D. Hartmann, Karlander, N. Vetsch; Bärtschi, Fehr, Bebi.

Bemerkungen: GC ohne Hess, Bier (krank), Vizzini und Ch. Meier (verletzt); Malans ohne Künzli (Vaterfreuden) und P. Vetsch (verletzt)


Bestplayer: Pascal Meier und Tim Braillard