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17.10.2017

U21A: zwei Niederlagen nach Verlängerung

Nach sechs gespielten Runden präsentiert sich die Liga ausgeglichen. Wiler als Leader hat zwar noch nie verloren, musste aber bereits zum vierten (!) Mal nacheinander in die Verlängerung. Und Köniz, welches sich unter dem Strich befindet, hat genau 6 Punkte Rückstand auf den Leader. GC hätte durchaus ganz oben stehen können nach dieser Doppelrunde. Das dies nicht der Fall ist, daran sind die Hopper vornehmlich selber schuld.


Am Samstag in Maienfeld waren die Alligatoren zu Beginn noch nicht so richtig bissig. Die Zürcher kamen besser ins Spiel und gingen durch Schneeberger in Führung, welche Meiler eher glücklich ausgleichen konnte. Im zweiten Drittel nahm die Partie etwas mehr Fahrt auf und GC übernahm nun das Spieldiktat. GC tat sich im Abschluss wieder einmal schwer. Und ab Mitte des Spiels entschieden sich beide Teams dafür in der Mittelzone vornehmlich mit den Stöcken zu duellieren. Daraus entstand bis Ende Spiel ein wahres Stockschlagfestival. Malans ging noch vor der Pause im Powerplay in Führung. Im letzten Drittel wurden die Alligatoren bissiger und versuchten mehr zu pressen. Dies gab GC Kontermöglichkeiten, welche vergeben wurden. Es brauchte einen schnell ausgeführten Freistoss, welcher Nussle zum Ausgleich nutzen konnte. In der 53. Minute war es Strässle, welcher auf der linken Seite nach vorne preschte, Wenk bediente und GC wieder führte. Statt Sicherheit brachte dieses Tor die Defensive der Hopper etwas aus dem Tritt. Malans machte nun richtig Druck und konnte in zwei Minuten den Ausgleich und ihrerseits die Führung erzielen. GC allerdings hatte was degen, Mock entwischte und glich wieder aus. Und 90 Sekunden vor Schluss die erste Strafe gegen Malans. GC hatte nun die Chance, das Spiel zu entscheiden. Trotz Timeout gelang es nicht, den Ball in den Maschen zu versorgen. Auch zu Beginn der Verlängerung hatte GC eine Riesenchance im Powerplay. So stand sich GC selber im Weg, drei oder zumindest zwei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Denn plötzlich standen sechs Blau-Weisse Spieler auf dem Feld. Malans konnte die Strafe ausnutzen und den verdienten Sieg feiern, weil sie in den entscheidenen Momenten cleverer agierten.

Am Sonntag gegen Wiler sah GC bis 9 Sekunden vor Schluss wie der Sieger aus. Die Defense klappte sehr gut, und wenn diese und der starke Simon Dürler im Tor geschlagen gewesen wären, rettet das Gestänge für GC. Wiler brachte im ersten Drittel sehr wenig aufs Tor und GC ging verdient mit 2:0 in die erste Pause. Aber statt nun weiter zu drücken, verlor GC vorne den Druck, brachte den Ball nicht mal mehr annähernd richtung Tor. Wiler hingegen scheiterte einige Male an der Defensive, bis ein Freistoss für Wiler im Tor landete. Plötzlich erwachte GC wieder, Bliggenstorfer lief durch, spielte einen Doppelpass mit Massaro und brachte GC wieder mit zwei Toren in Front. Im letzten Drittel drückte Wiler nun vermehrt, was GC gute Kontermöglichkeiten bot. Was die Zürcher aber damit anfingen, war teilweise haarsträubend. Drei Minuten vor Schluss spielte GC den Konter endlich mal gut, der Pass kam zu Captain Mock, der die Entscheidung.... verpasste. Wiler nahm sein Time-Out, verkürzte ohne Torhüter auf 3:2 und konnte die letzen 90 Sekunden gegen vier Zürcher spielen, weil Mock hinter dem gegnerischen Tor etwas zu ungestüm zu Werke ging. GC ackerte nun in der Defense, blockte, schloss die Passwege und war drauf und dran die drei Punkte zu sichern, bis neun Sekunden vor Schluss Dudovic die Übersicht behielt und Schenk am langen Pfosten ausgleichen konnte.
Das nach eigenem Unvermögen dann in der Verlängerung auch noch Pech dazu kam, passte zum Wochenende der Hopper. Püntener wollte von hinter dem Tor den Ball in den Slot spielen, traff dabei den Fuss von Verteidiger Flütsch und irgendwie rollte der Ball ins Tor hinein.

Fazit: Die beiden Spiele waren eine weitere Leistungssteigerung der Hopper im Vergleich zum Saisonauftakt. Doch zu viel passt in den entscheidenden Momenten noch nicht zusammen. Cleverness, im richtigen Moment keine Strafen zu nehmen und die sich bietenden Chancen zu verwerten, sind die Themen für die kommenden Wochen. Die Chance vor der Natipause bietet sich am Sonntag gegen den zweitplatzierten HCR. Auch dort ist wieder eine sehr enge Angelegenheit zu erwarten (mm).

 

UHC Alligator Malans - Grasshopper Club Zürich 5:4 n.V. (1:1, 1:0, 2:3, 1:0)
Turnhalle Lust, Maienfeld. 112 Zuschauer. SR Colacicco/Roth.
Tore: 4. L. Schneeberger (R. Staudenmann) 0:1. 13. G. Meiler (D. Meier) 1:1. 36. C. Marugg (D. Schmid) 2:1. 46. T. Nussle (T. Mock) 2:2. 53. M. Wenk (A. Strässle) 2:3. 54. G. Capatt (D. Rhyner) 3:3. 55. D. Schmid (D. Rhyner) 4:3. 59. T. Mock (A. Strässle) 4:4. 65. H. Braillard 5:4.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans. 3mal 2 Minuten gegen Grasshopper Club Zürich.

GC: S. Dürler; Hasenböhler, Strässle; Volkart, Bliggenstorfer; Decurtins, Flütsch; Wüst; Massaro, M. Wenk, Nussle; Ernst, Odermatt, D. Dürler; Aliatta, Staudenmann, Schneeberger; T. Mock, Rupp;
Bemerkungen: GC ohne Vallotton, Khan, Tschopp (Ersatz), Knüsel (U18), Lemke (Ausland), Maurer (rekonvaleszent), Pliska (Militär).

Grasshopper Club Zürich - SV Wiler-Ersigen 3:4 n.V. (2:0, 1:1, 0:2, 0:1)
Sporthalle Hardau, Zürich. 54 Zuschauer. SR Streit/Wanzenried.
Tore: 9. F. Decurtins (R. Staudenmann) 1:0. 14. M. Wenk (T. Mock) 2:0. 33. N. Püntener (M. Dudovic) 2:1. 35. L. Bliggenstorfer (F. Massaro) 3:1. 58. M. Stöckli (M. Dudovic) 3:2. 60. M. Schenk (M. Dudovic) 3:3. 67. N. Püntener 3:4.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Grasshopper Club Zürich. 2mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen.

GC: S. Dürler; Hasenböhler, Strässle; Wüst, Bliggenstorfer; Decurtins, Flütsch; Nussle, T. Mock, M. Wenk; Ernst, Odermatt, D. Dürler; Aliatta, Staudenmann, Schneeberger; Massaro;
Bemerkungen: GC ohne Vallotton, Maurer, Rupp, Khan, Tschopp (Ersatz), Knüsel, Volkart (U18), Lemke (Ausland), Pliska (Militär).