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31.10.2021

NLA: Punkteverlust im Kantonsderby

In einer spannenden Partie besiegt GC Unihockey den Kantonsrivalen Uster erst in der Verlängerung mit 6:5. Der Punkteverlust ist unnötig.

Autor: André Meier

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Eigentlich waren schon die Startsekunden der Partie etwas sinnbildlich: Nach 23 Sekunden überrumpelte Claudio Schmid die noch sehr unorganisierte GC-Abwehr zum 0:1. Die Gäste agierten von Beginn weg aufsässig, störten früh und spielten konzentriert. GC hingegen leistete sich zu viele Fehler und Ungenauigkeiten. Im Abschluss wurden zwar gute Chancen erarbeitet, bei der Verwertung fehlten dann aber doch immer wieder ein paar Zentimeter oder es waren noch ein Gegenspieler oder sein Stock im Weg. Die Präzision fehlte. Nach einem Stockschlag von Hurni sprachen die Schiedsrichter in der 12. Minute einen Penalty gegen die Gäste aus. Laubscher konnte diesen aber nicht verwerten, sodass die Ustermer Führung bis in die 19. Minute Tatsache blieb, bevor Florian Wenk zum 1:1 ausgleichen konnte. Das Resultat nach dem ersten Spielabschnitt ging in Ordnung.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts hielt Uster an seiner Spielweise fest, GC entwickelte aber mehr Druck. Noël Seiler traf in der 26. Minute zum 2:1, David Dürler in der 28. zum 3:1. Das Heimteam kam in dieser Phase zu mehr Chancen, spielte agiler und genauer. Doch lange hielt die Freude nicht an. Nach dem Anschlusstreffer der Ustermer in der 38. Minute verloren die Zürcher den Faden komplett, sodass die Oberländer mit dem 3:2 anschliessen, den Ausgleichstreffer erzielen und schliesslich mit dem 3:4 auch noch die Führung übernehmen konnte. Innerhalb von nur rund einer Minute fasste Keeper Meier gleich dreimal hinter die Linie, das Heimteam war in dieser Phase völlig von der Rolle und servierte dem Gegner die Torerfolge geradezu. Immerhin gelang Riedi kurz vor der zweiten Pause noch der Ausgleich zum 4:4.

Das Schlussdrittel verlief dann eher etwas zerfahren. Schöne Aktionen waren seltener, dafür wurde die Partie emotionaler geführt, die Attraktivität des Spiels nahm ab, die Zweikämpfe und kleinen Provokationen hingegen zu. Mit Schläpfers 4:5 in der 43. Minute war der Rückstand der Zürcher wieder Tatsache, und Laely wurde in der 48. auch noch wegen wiederholter Vergehen des Teams auf die Strafbank verwiesen. Gleiches passierte dann Klauenbösch in der 58. Minute, diese Überzahlphase konnte Laely nutzen, das 5:5 in der 59. Minute bedeutete die Verlängerung.

Nach dem Wiederanpfiff dauerte es dann nur noch eine gute Minute, bevor Göldi den Zürchern wenigstens noch 2 Punkte aufs Konto buchen konnte.

Alles in allem war das knappe Resultat aus Sicht der Oberländer sicherlich nicht unverdient, die über 60 Minuten eine disziplinierte Leistung zeigten und das Heimteam selbstbewusst herausforderten. GC hingegen konnte sein Potential nur teilweise abrufen und leistete sich phasenweise schlicht zu viele Fehler, um diese Partie souverän gewinnen zu können.

Grasshopper Club Zürich - UHC Uster 6:5 n.V. (1:1, 3:3, 1:1, 1:0)
Sporthalle Hardau, Zürich. 321 Zuschauer. SR Colacicco/Roth.
Tore: 1. C. Schmid (M. Prazan) 0:1. 19. F. Wenk (P. Riedi) 1:1. 26. C. Meier (N. Seiler) 2:1. 28. D. Dürler (C. Zolliker) 3:1. 38. D. Anis 3:2. 39. S. Schläpfer 3:3. 39. C. Schmid (M. Arnet) 3:4. 40. P. Riedi (C. Laely) 4:4. 43. S. Schläpfer (M. Klauenbösch) 4:5. 59. C. Laely (J. Rüegger) 5:5. 62. F. Göldi (C. Laely) 6:5.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Grasshopper Club Zürich. 1mal 2 Minuten gegen UHC Uster.
Best Player: Schmid, Bier