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04.09.2013

NLA: «Nur rumsitzen gibt es selten, dann lieber zocken»

Du hast diesen Frühling einen Vertrag bei GC unterschrieben. Was erhoffst du dir von diesem Wechsel vom HC Rychenberg zu den Stadtzürchern?
Nico Gröbli:
Ich möchte zum Erfolg von GC beitragen und mich natürlich persönlich auch weiterentwickeln.

Du bist bei GC der Spieler mit dem längsten Weg ins Training. Wie lange bist du unterwegs?
Gröbli:
Mit dem Auto je nach Verkehrssituation zwischen 50 und 90 Minuten; mit dem Zug direkt von der Schule benötige ich rund 90 Minuten.

Die Anfahrt ans Czech Open mit dem Car dauerte acht Stunden. Schwedische Verhältnisse also. Könntest du dir solche Wege in der Meisterschaft vorstellen?
Gröbli:
Ja klar. Es liegt mir viel an einer guten Teamchemie, und was fördert eine solche mehr als acht Stunden gemeinsam im Car zu sitzen? Dazu kommt, dass ich mir angewöhnt habe, überall schlafen zu können. Da gibt es andere Spieler im Team, die bezüglich schlafen im Car mit ihrer Grösse ein wenig mieser bedient sind…

Wie bist du zum Unihockey gekommen?
Gröbli:
Ich habe alles ausprobiert. Fussball, Handball, Tennis, Wasserball, Eishockey. Schlussendlich hat sich Unihockey irgendwie durchgesetzt.

Wie sieht deine bisherige Unihockey-Karriere aus?
Gröbli:
Alsoo… Begonnen habe ich beim STV- Berg, bei dem ich ein Jahr lang in einer kleinen Halle mit 30 Leuten unterschiedlichen Alters in einer Mannschaft gespielt habe. Danach folgten 4 Jahre lang C- Junioren und dann mit 13 Jahren wechselte ich für 3 Jahre in die Thurgauer Sporttagesschule, wo ich für die U16 und U18 von Floorball Thurgau spielte. Kurz vor meinem 14. Geburtstag folgte das erste U17- Ost-Aufgebot, jedoch hat es zu diesem Zeitpunkt nur ins Picket- ader gereicht; somit verpasste ich die Neujahrestrophy… Im Laufe der Saison ergatterte ich mir einen Stammplatz, war jedoch an der U17-Trophy im Sommer verletzt und verpasste auch diese. Ein paar Monate später, kurz nach meinem 15. Geburtstag 2009, folgte das erste U19-Aufgebot von Thomas Berger. An meinem ersten Länderspiel gegen Finnland an der EFT in CZE gewannen wir sogar mit 4:2, wobei ich ehrlich gesagt nicht wusste, was ich auf dem Feld zu suchen hatte. Trotzdem reichte es mir knapp für die WFC 2011 in Weissenfels DE, bei der ich unter anderem mit Jonas Wittwer und Andi Honold die bronzene Medaille gewann. Parallel zu diesem Ereignis spielte ich bei Floorball Thurgau in der U21B und teils in der 1. Liga. Im Dezember 2010 wechselte ich in die U21A zum HC Rychenberg, bei der ich auch mal in der 1. Mannschaft unter Daniel Costa spielen durfte. Dann im Jahre 2013 an der WFC in Hamburg gewannen wir, Joel Rüegger, Manuel Staub und das Team, die Silbermedaille.

Was sind dein Unihockey-Highlight, und deine bisher grösste Enttäuschung?
Gröbli:
Mein grösstes Highlight ist sicherlich die Silbermedaille an der WFC 2013 in Hamburg, gleichzeitig ist dies jedoch auch meine grösste Enttäuschung, denn die Finalniederlage gegen Schweden war hart…

Was setzt du dir für sportliche Ziele?
Gröbli:
Ich will wie so viele Unihockeyaner in die Nationalmannschaft und nach Schweden.

Wo siehst du deine Stärken und Schwächen?
Gröbli:
Als eine meiner Stärken sehe ich das Spielverständnis, Schwachpunkt ist das Körperspiel.

Wieso bist du gerade Stürmer geworden?
Gröbli:
Noch bei den C- Junioren war ich DER Egoist und schoss viele Tore, ich denke es hat sich in der Sportschule so ergeben. Nun passe ich zu viel und wurde deshalb vielleicht auf den Center verbannt…

Was bist du von Beruf?
Gröbli:
Schüler.

Was sind deine Hobbies?
Gröbli:
In den Ferien tauche ich sehr gerne. In der Schweiz bin ich viel mit Freunden unterwegs, nur rumsitzen gibt es selten, dann lieber zocken.

Wie stehst du zu deiner Frisur?
Gröbli:
Ach, die ist mir völlig egal. Ich brauche keinen Föhn…